Bestenliste · Overlock-Maschinen

Die beste Coverlock

Die Frage vor dem Kauf lautet selten, welche Coverlock die beste ist, sondern ob du eine Kombimaschine oder ein zweites, spezialisiertes Gerät willst. Beide Wege führen zum selben Ergebnis: dem doppelten Saum mit der elastischen Kettelnaht auf der Rückseite, den du von jedem gekauften Shirt kennst. Der Unterschied liegt im Alltag – eine Kombimaschine braucht nur einen Stellplatz, kostet dich aber bei jedem Wechsel zwischen Versäubern und Säumen einen Umbau samt neuem Einfädeln. Eine reine Covermaschine steht daneben und ist sofort einsatzbereit, setzt aber voraus, dass du das Versäubern bereits anders gelöst hast. Diese Liste ordnet vier Maschinen nach genau dieser Entscheidung und sagt dir, welche Angaben im Datenblatt dabei zählen.

1 Overlockstiche von 3 bis 7 mm und Coverstiche in 2,8 und 5,6 mm in einem Gehäuse, dazu ein Differentialtransport, den du während des Nähens stufenlos nachstellst – die vollständigste Kombilösung der Liste.
Bernette 48 Funlock Kombimaschine Overlock und Coverstich

889,00 €

Stand: 29.07.2026

AllrounderKombimaschinebreite Stichauswahl

Die Bernette 48 Funlock deckt beide Aufgaben ab: Overlockstiche von 3 bis 7 mm zum Versäubern und Coverstiche in 2,8 und 5,6 mm für den Saum. Der Differentialtransport lässt sich während des Nähens stufenlos nachstellen, was hilft, wenn sich Jersey unter dem Fuß wellt oder sich Feinstrick zusammenschiebt. Auch hier gilt der Kombi-Kompromiss: Der Umbau zwischen den Betriebsarten kostet jedes Mal Zeit, dafür brauchst du nur einen Stellplatz.

faden
2/3/4/5
coverstich
2,8 und 5,6 mm
overlockstich
3 bis 7 mm
combostich
bis 10 mm
differential
stufenlos während des Nähens verstellbar
2 Der günstigste Weg zu beidem: bis zu fünf Fäden, doppelter Deckstich und voreingestellte Fadenspannungen, die dir am Anfang die meiste Einstellarbeit abnehmen.
Singer 14T968DC Coverlock mit 5-Faden-System und Deckstich
KombimaschineCoverstich-EinstiegJersey

Die Singer 14T968DC ist eine Kombimaschine, die mit bis zu fünf Fäden versäubert und den doppelten Deckstich legt, wie du ihn von Säumen an gekauften Shirts kennst. Die voreingestellten Spannungen nehmen dir am Anfang Einstellarbeit ab. Rechne aber damit, dass du bei jedem Wechsel zwischen Overlock- und Coverbetrieb umbauen und neu einfädeln musst; wer beides ständig im Wechsel braucht, arbeitet mit zwei getrennten Maschinen entspannter.

faden
bis 5 Fäden
coverstich
doppelter Deckstich
differential
ja
fadenspannung
voreingestellt
stichweite
einstellbar
3 155 mm Durchgangsbreite sind der Wert, an dem Ärmel und schmale Hosenbeine hängen – richtig, wenn du schon eine Overlock hast und dir nur der saubere Saum fehlt.
Brother CV3550 Coverstich-Maschine mit 7 Sticharten
Coverstich purSaumnahtÄrmel und Hosenbeine

Die Brother CV3550 ist eine reine Coverstich-Maschine, die Deck- und Top-Coverstiche legt, Kanten aber weder schneidet noch versäubert. Mit 155 mm Durchgangsbreite bekommst du Ärmel und Hosenbeine bequem um den Freiarm gedreht, und der Nähfußdruck lässt sich für dünne Stoffe anpassen. Sinnvoll ist sie nur, wenn du schon eine Overlock hast und dir ausschließlich die saubere Saumnaht fehlt.

faden
2/3/4/5
sticharten
7
stichbreite
3 bis 6 mm
durchgangsbreite
155 mm
differential
ja
4 Drei Nadeln, beidseitiger Top-Cover-Stich in 3 und 6 mm und Kugellager statt einfacher Gleitlagerung – gebaut für alle, die viel nähen und über dicke Nahtkreuzungen müssen.
Janome CoverPro 3000P Covermaschine, 3 Nadeln, Top-Cover
Vielnäherdicke Nähtegroße Stoffstücke

Die Janome CoverPro 3000P ist eine reine Covermaschine mit drei Nadeln und beidseitigem Top-Cover-Stich, sie ersetzt also keine Overlock. Der große Durchlass und die Kugellagerkonstruktion zielen auf Leute, die viel nähen und dabei auch dicke Nahtkreuzungen unter den Fuß bekommen. Für ein paar Shirtsäume im Jahr ist das deutlich mehr Maschine, als du brauchst.

nadeln
3
topcover
3 mm / 6 mm, doppelseitig
durchlass
143 x 100 mm
einfaedler
integriert
lagerung
Kugellager

Die beste Coverlock: worauf es ankommt

Die Kriterien hinter der Auswahl – und was die Datenblätter verschweigen.

Deckstich, Top-Cover und Kettenstich: was die Maschine überhaupt macht

Eine Covermaschine hat kein Messer und keine Unterfadenspule. Zwei oder drei Nadeln stechen von oben durch den Stoff, ein Greifer legt darunter einen Faden quer und verkettet die Nadelfäden zu einer Kette. Von oben siehst du zwei oder drei parallele Steppnähte, von unten die typische Kettelnaht. Genau deshalb reißt der Saum an einem gekauften Shirt nicht auf, wenn du den Kopf durchsteckst.

Drei Stichvarianten sind gebräuchlich. Der Deckstich ist der Standardsaum, schmal mit zwei Nadeln, breit mit dreien. Der Top-Cover-Stich legt zusätzlich einen Faden auf der Oberseite quer, sodass beide Seiten verkettelt aussehen; die Janome CoverPro 3000P gibt ihn doppelseitig in 3 und 6 mm an. Der Kettenstich arbeitet mit einer Nadel und ergibt eine dehnbare Naht, die sich vom Ende her bewusst wieder aufziehen lässt.

Was keine dieser Maschinen kann: eine Kante schneiden oder versäubern. Das bleibt Aufgabe der Overlock, und deshalb ist die Coverlock nie die erste Maschine im Haushalt.

Kombimaschine oder reine Covermaschine – hier fällt die Entscheidung

Das ist das Kriterium, das die Klassen wirklich trennt, und es ist keine Frage der Technik, sondern deiner Reihenfolge beim Nähen.

Eine Kombimaschine beherrscht Overlock- und Coverbetrieb, aber nie gleichzeitig. Der Wechsel bedeutet: Messer wegklappen, Stichplatte oder Stichfinger tauschen, Nadeln umsetzen, Fadenwege neu legen. Das dauert je nach Übung eine Viertelstunde und bleibt auch nach dem zwanzigsten Mal eine Viertelstunde. Wer ein Shirt näht, versäubert erst alle Kanten, baut um und säumt anschließend alles am Stück – so geht es auf. Wer mittendrin merkt, dass eine Naht doch noch versäubert werden muss, baut zweimal um.

Eine reine Covermaschine kennt dieses Problem nicht. Sie steht eingefädelt neben der Overlock und ist in dem Moment einsatzbereit, in dem du sie brauchst. Der Preis dafür ist ein zweiter Stellplatz und ein zusätzliches Gerät.

Daraus folgt eine ziemlich klare Faustregel: Wer noch keine Overlock besitzt, nimmt die Kombimaschine. Wer eine hat und gut damit arbeitet, kauft die reine Covermaschine dazu.

Die Zahlen auf dem Karton, die kaum etwas entscheiden

Beworben wird bei Coverlocks vor allem mit Fadenzahl und Stichartenzahl. Beides führt in die Irre.

Die Fadenzahl beschreibt nur, wie viele Fäden an einem Stich beteiligt sein können. Singer 14T968DC, Brother CV3550 und Bernette 48 Funlock geben alle bis zu fünf Fäden an, der Wert unterscheidet sie also gerade nicht. Bei Kombimaschinen steckt hinter der fünften Position meist der Kombistich aus Kettenstich und Overlockstich, eine Sicherheitsnaht, wie sie in Jeans-Seitennähten sitzt. Sie ist stabil, aber kaum elastisch, und im Haushalt ruft sie fast niemand auf. Die Bernette 48 Funlock nennt diesen Combostich mit bis zu 10 mm Breite.

Die Zahl der Sticharten ist derselbe Effekt in klein. Sieben Sticharten wie bei der Brother CV3550 sind im Kern Deckstich schmal, Deckstich breit, Top-Cover in mehreren Breiten und Kettenstich, also die Grundfunktionen in ihren Kombinationen. Wichtiger als die Anzahl ist, ob sich der Nähfußdruck verstellen lässt. Bei dünnem Jersey entscheidet er darüber, ob der Saum flach bleibt oder sich wellt.

Die vier Maschinen dieser Liste gegeneinander

Die Bernette 48 Funlock steht vorn, weil sie beide Aufgaben am vollständigsten abdeckt: Overlockstiche von 3 bis 7 mm zum Versäubern, Coverstiche in 2,8 und 5,6 mm für den Saum, Combostich bis 10 mm und ein Differentialtransport, der sich stufenlos während des Nähens nachstellen lässt. Der letzte Punkt ist mehr wert, als er klingt – du korrigierst die Wellenbildung, während sie entsteht, statt die Naht hinterher aufzutrennen.

Die Singer 14T968DC ist der günstigere Weg zur Kombimaschine: bis zu fünf Fäden, doppelter Deckstich, einstellbare Stichweite und voreingestellte Fadenspannungen, die am Anfang viel Einstellarbeit abnehmen. Der Umbau zwischen den Betriebsarten steht hier genauso an.

Die Brother CV3550 ist eine reine Coverstich-Maschine mit sieben Sticharten und Stichbreiten von 3 bis 6 mm. Ihr eigentliches Argument ist die Durchgangsbreite von 155 mm: So viel Platz rechts der Nadel brauchst du, um ein Ärmelbündchen ohne Verrenkung um den Arm zu drehen.

Die Janome CoverPro 3000P arbeitet mit drei Nadeln, beidseitigem Top-Cover in 3 und 6 mm, integriertem Einfädler und Kugellagern, der Durchlass misst 143 x 100 mm. Eine Maschine für viel und für dick – bei ein paar Shirtsäumen im Jahr bleibt der größte Teil davon ungenutzt.

Nadelabstand, Stichbreite und Durchgang: die Passungsfrage

Coverstiche werden über den Nadelabstand definiert, nicht über eine Breitenverstellung wie an der Nähmaschine. Du bestimmst die Breite, indem du Nadeln in die vorgesehenen Positionen setzt und die überzähligen herausnimmst. Entsprechend lesen sich die Datenblätter: Die Bernette 48 Funlock nennt 2,8 und 5,6 mm, die Brother CV3550 einen Bereich von 3 bis 6 mm, die Janome CoverPro 3000P 3 und 6 mm für den Top-Cover. Praktisch heißt das: schmal für Bündchen und feinen Jersey, breit für Shirtsäume und Sweat.

Der zweite Passungswert ist der Durchgang rechts der Nadel. 155 mm bei der Brother und 143 x 100 mm bei der Janome sind der Grund, warum ein Kinderärmel entweder bequem herumpasst oder gar nicht. Miss im Zweifel das engste Bündchen nach, das du regelmäßig nähst, bevor du dich entscheidest.

Bei den Nadeln lauert die stillste Falle: Covermaschinen verlangen meist ein eigenes Nadelsystem mit längerem Kolben, häufig ELx705. Universalnadeln aus der Nähmaschinenschublade gehören dort nicht hinein, auch wenn sie sich einsetzen lassen. Prüfe das System im Handbuch, bevor du Vorrat kaufst.

Konen, Bauschgarn und Nadeln: der Verbrauch, den kaum jemand einplant

Eine Covermaschine zieht Garn schneller als erwartet. Drei Nadelfäden und der Greiferfaden laufen gleichzeitig, und bei jedem Wechsel von schmal auf breit oder auf eine andere Farbe fädelst du alle neu ein. Haushaltsrollen mit hundert Metern sind dafür die falsche Größe: Du bist ständig am Wechseln, und ungleich volle Rollen ziehen zusätzlich unterschiedlich ab. Kaufe Konen, also die großen Garnkörper mit mehreren tausend Metern, und davon mindestens vier gleiche je Farbe. Wer nur zwei Konen im Schrank hat, kann drei Nadeln gar nicht erst bestücken.

Für den Greiferfaden lohnt sich Bauschgarn, ein texturiertes Polyestergarn, das sich beim Nähen aufplustert und die Rückseite des Saums weich abdeckt. An Halsausschnitten und Bündchen macht das auf der Haut den größten Unterschied.

Dazu kommen Nadeln als reines Verschleißteil, ein Pinsel für den Fadenstaub unter den Greifern und Fadennetze für glatte Konen, die sonst von der Rolle rutschen. Geölt wird nur an den Stellen, die das Handbuch nennt. Die Reihenfolge im Fadenweg erklärt der Ratgeber zum Einfädeln.

Typische Fehler beim Coverstich

Sie sind andere als an der Overlock, und keiner davon ist ein Maschinendefekt.

  • Am Nahtende weiterfahren. Ein Coverstich lässt sich nicht wie eine Overlocknaht über die Kante hinausnähen. Du fährst über den Anfang hinweg, hebst den Fuß und ziehst die Fäden nach hinten heraus, sonst zieht sich die Kette auf.
  • Nicht sichern. Der Kettenstich trennt sich von einer Seite her von selbst auf. Wer die Fadenenden nicht verknotet oder verklebt, hat den Saum nach der ersten Wäsche offen.
  • In der falschen Reihenfolge einfädeln. Erst der Greifer, dann die Nadeln. Wer umgekehrt vorgeht, fängt noch einmal von vorn an.
  • Den Nähfußdruck ignorieren. Wellt sich dünner Jersey unter dem Fuß, ist häufiger der Druck zu hoch als der Differentialtransport falsch eingestellt.
  • Ohne Probenaht umbauen. Nach jedem Wechsel von Overlock auf Cover gehört ein Probestück aus demselben Stoff unter den Fuß, bevor das fertige Teil drankommt.
  • Die Coverlock als erste Maschine kaufen. Ohne Nähmaschine und ohne Overlock bleibt sie liegen.

Wo der Einstieg in diese Technik tatsächlich beginnt, steht in der Liste der Overlocks für Anfänger.

Wann diese Liste die falsche ist

Diese Auswahl passt nicht, wenn du am Anfang stehst. Eine Coverlock ist die dritte Maschine, nicht die erste: Ohne Nähmaschine gibt es keine Knopflöcher, Reißverschlüsse und Steppnähte, ohne Overlock bleibt jede Kante unversäubert. Wer überwiegend Webware verarbeitet, also Baumwolle, Leinen, Popeline, Taschen und Tischwäsche, wird den Deckstich fast nie brauchen, weil dort schlicht keine dehnbaren Säume anfallen. Auch für ein paar Shirts im Jahr rechnet sich keines dieser Geräte: Ein Saum mit der Zwillingsnadel auf der Nähmaschine kommt dem Coverstich optisch nahe genug. Und wenn dich der Umbau zwischen den Betriebsarten grundsätzlich stört, kauf keine Kombimaschine, sondern plane zwei getrennte Geräte ein. Die Abgrenzung der Maschinentypen steht im Ratgeber Overlock vs. Nähmaschine.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Differentialtransport
Verhindert Wellen bei dehnbaren Stoffen – ein Muss.
Einfädelführung
Farbcodiert oder mit Lufteinfädelung entschärft die größte Hürde.
Fadenzahl
3 oder 4 Fäden decken die allermeisten Projekte ab.
Zubehör
Sondernähfüße erweitern die Möglichkeiten deutlich.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Overlock und Coverlock?
Eine Overlock schneidet die Stoffkante, versäubert sie und näht sie in einem Durchgang zusammen. Eine Coverlock setzt den Deckstich, also den doppelten Saum mit der elastischen Kettelnaht auf der Rückseite, hat aber kein Messer. Kombimaschinen beherrschen beides, allerdings nur nacheinander und mit Umbau dazwischen.
Ersetzt eine Coverlock die Nähmaschine?
Nein. Knopflöcher, Reißverschlüsse, Steppnähte und alles, was mitten in der Fläche liegt, bleibt Aufgabe der Nähmaschine. Die Coverlock übernimmt ausschließlich den elastischen Saum.
Wie lange dauert der Umbau bei einer Kombimaschine?
Rechne je nach Modell und Übung mit etwa einer Viertelstunde. Nadeln umsetzen, Stichplatte oder Stichfinger wechseln, Messer wegklappen und alle Fäden neu legen fällt jedes Mal an, und mit Routine wird das nur begrenzt schneller.
Brauche ich für eine Covermaschine besondere Nadeln?
Meistens ja. Covermaschinen verlangen häufig ein eigenes Nadelsystem mit längerem Kolben, oft ELx705, und Universalnadeln aus der Nähmaschine gehören dort nicht hinein. Welches System gilt, steht im Handbuch und sollte vor dem Vorratskauf geprüft werden.
Wie viele Garnkonen brauche ich für den Coverstich?
Mindestens so viele wie Fäden im Einsatz sind, für einen breiten Deckstich mit drei Nadeln also vier gleiche Konen. Mit zwei Konen bekommst du den breiten Stich gar nicht erst eingefädelt.
Kann ich den Coverstich durch eine Zwillingsnadel ersetzen?
Für einfache Säume ja: Die Zwillingsnadel legt zwei parallele Steppnähte, die von oben ähnlich aussehen. Auf der Rückseite fehlt die Kettelnaht, und die Naht ist weniger dehnbar, weshalb sie an stark beanspruchten Bündchen eher aufreißt.
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